Catlife

Tierheim Darmstadt - Unsere Sorgenkinder

Hier werden die Sorgenkinder im Tierheim Darmstadt vorgestellt. Das sind Katzen, die es aufgrund ihres hohen Alters, wegen unheilbaren Krankheiten oder wegen ihres etwas schwierigen Charakters schwer haben, ein neues Zuhause zu finden.

Bitte beachten Sie die Hinweise zur Katzenvermittlung.

Maxi, Steve und Helena
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Maxi und Steve sind Geschwister, Helena kam als Fundkatze zu uns. Die drei sind so ein nettes Gespann, dass unsere Tierpflegerinnnen es nicht übers Herz bringen, sie zu trennen. Deshalb suchen wir ein gemeinsames Zuhause für die drei Katzen. Was leider sehr schwierig ist. Denn leider haben sowohl Maxi als auch Helena "Klumpfüße", also Skelettveränderungen, die vereinzelt bei der Zucht von Scottish Fold-Katzen auftreten. Inwiefern diese Skelettveränderungen in Zukunft bei Maxi und Helena fortschreiten, kann heute leider noch niemand voraussagen. Es kann sein, dass diese nicht schlimmer werden, es kann aber genauso gut passieren, dass es zu weiteren Skelettveränderungen kommt und die Lebensqualität der Katzen dadurch so beeinträchtigt wird, dass man sie irgendwann erlösen muss. Zukünftige Besitzer sollten sich also dessen bewusst sein, dass Maxi bzw. Helena unter Umständen keine allzu hohe Lebenserwartung haben. Trotzdem oder gerade deshalb wünschen wir uns, dass Maxi, Steve und Helena ein schönes und liebevolles Zuhause bekommen, wo man nicht nur Rücksicht auf die Behinderung der Tiger nimmt, sondern die drei auch die Möglichkeit haben, wie normale Katzen zu leben, zu toben und zu schmusen. Alle drei Katzen sind vom Wesen her sehr lieb, sie schmusen gerne, sind aber auch kleine Kobolde, die sehr gerne spielen. Maxi läuft nicht viel und es ist auf jeden Fall angenehm für ihn, wenn er keinen harten Boden unter den Füßen hat. Idealerweise hat das neue Zuhause also Teppichbodenbelag oder zumindest viele Teppiche. Trotz allem sollten die Katzen auch Freigangmöglichkeit bekommen. Zu Maxis und Helenas Sicherheit sollte der Garten aber eingezäunt sein. Der Zaun muss nicht unbedingt hoch sein. Steve selbst ist gesund und wird den Freigang sicher ausgiebiger nutzen.
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Cindy
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Cindy ist ein ganz lieber, menschenbezogener Katzenopa, der einen ruhigen warmen Platz für seinen Lebensabend sucht. Leider hat Cindy Diabetes, d. h. zukünftige Besitzer sollten bereit sein, bei ihm den Blutzucker zu messen und ihm Insulin zu spritzen. Cindy ist dabei sehr geduldig und lässt es klaglos über sich ergehen. Cindy ist aufmerksam und neugierig und lässt sich gerne streicheln. Er schläft natürlich auch sehr viel, und altersbedingt ist sein Gang etwas staksig. Er sollte deshalb möglichst nicht mehr so viele Treppen laufen müssen. Trotzdem hätte Cindy gerne ein kleines Gärtchen in seinem Zuhause, wo er sich mal etwas in die Sonne legen kann. Andere Katzen mag er nicht so gerne. Cindy tut uns sehr leid und wir hoffen, dass sich bald jemand findet, der diesem lieben Opi noch ein gutes Zuhause bieten kann. Er ist ca. 18-20 Jahre alt.
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Joschi
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Joschi lebte viele Jahre zusammen mit seiner Besitzerin und ihrem Hund zusammen und alles war gut. Als der Hund starb, holte sich die Frau einen neuen Hund, der krank war und viel Pflege brauchte. Joschi fühlte sich vermutlich zurückgesetzt und wurde schließlich aggressiv gegen den Hund. Daraufhin wurde er bei uns im Tierheim abgegeben. Joschi gibt uns noch viele Rätsel auf. Er bewegt sich nur im Zeitlupentempo, seine Augen sind oft wie vor Schreck geweitet, wenn man zu ihm kommt, und wenn sich die Hand zu schnell auf ihn zubewegt, dann kann er auch mal mit der Pfote zulangen. Anfangs dachten wir, er würde einfach noch unter Schock stehen bzw. er wäre depressiv. Leider aber hat sich sein Verhalten in den letzten Wochen nicht geändert. Eine Nachfrage bei der vorherigen Besitzerin ergab, dass sich sein Wesen schon vor dem Vorfall mit dem Hund etwas geändert hatte. Eine Blutuntersuchung hat keine Auffälligkeiten ergeben. Joschi wurde bei uns geröntgt, dabei wurde eine Spondylose festgestellt, also eine Erkrankung der Wirbelsäule. Er bekommt jetzt Schmerzmittel ins Futter, an seinem Zustand hat sich dadurch aber nichts geändert. Wir sind nun ziemlich ratlos; Joschi tut uns sehr leid, er fühlt sich offenbar unwohl, aber wir können ihm im Tierheim kaum helfen. Für Joschi suchen wir spezielle Leute, die Geduld und Katzenerfahrung haben, eine ruhige Umgebung ohne Kinder bieten können, und die Zeit für ihn haben. Joschi ist 14 Jahre alt und sollte nach der Eingewöhnungszeit wieder die Möglichkeit bekommen, nach draußen zu gehen. Ob er sich mit anderen Katzen verträgt, können wir leider im Moment noch nicht sagen.

Pumpkin
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Pumpkin zählt zu unseren Sorgenkindern, obwohl er jung und gesund ist. Er wurde abgegeben, weil er seine Besitzerin mehrmals scheinbar ohne Grund angegriffen hat. Möglicherweise war er nicht ausgelastet oder es gab doch irgendeinen Auslöser, der uns unbekannt ist. Der 3 Jahre alte getigert-weiße Kater zeigt sich bei uns meist von seiner ruhigen Seite, er schläft viel, er ist neugierig und lässt sich auch gerne mal streicheln, kann aber durchaus auch plötzlich mit der Pfote hinlangen. Aus diesem Grund ist Pumpkin weder für Katzenanfänger noch für Kinder geeignet. Die neuen Besitzer sollten ihm seine Grenzen aufzeigen können. Möglicherweise wäre auch Clickertraining etwas, das ihn mehr fordert. Mit Artgenossen kommt er zurecht, aber auch hier gilt: Falls im neuen Zuhause bereits eine Katze lebt, sollte diese ca. 2-5 Jahre alt sein und so souverän, dass sie sich weder einschüchtern lässt noch dominant ist, sondern souverän damit umgehen kann, wenn er in Stimmung für ein Kampfspielchen ist. Pumpkin braucht außerdem Freigangmöglichkeit, so dass er vielleicht draußen auch schon mal etwas überschüssige Energie los wird.

Rosso (nicht mehr im Tierheim)
Ein großes Problem sind für uns immer sog. Wildkatzen, d. h. Katzen, die draußen aufgewachsen sind und in ihren ersten Lebensmonaten keinen oder nur sehr wenig Kontakt zu Menschen hatten. Hier suchen wir entweder Menschen mit GANZ VIEL GEDULD bzw. einen Platz, wo diese Katzen gefüttert werden und einen Unterschlupf finden, z. B. auf einem Reiterhof. Haben Sie so einen Platz oder trauen Sie es sich zu, mit viel Geduld und einem ruhigen Zuhause eine solche scheue Katze aufzunehmen, dann melden Sie sich bitte bei uns. Auch solche Katzen werden meist nach einer bestimmten Zeit noch handzahm, einige sogar ganz verschmust, sobald sie die Angst vor den Menschen verloren haben. Es sollte aber auf alle Fälle eine Möglichkeit vorhanden sein, diese Katzen nach der Eingewöhnungszeit (diese kann mehrere Monate dauern) nach draußen zu lassen.



Bedeutung der Symbole:

f weiblich

m männlich

kinder kinderverträglich, in Klammern ggfs Mindest-Alter der Kinder

katze verträglich mit Artgenossen

achtung Katzenerfahrung erforderlich