Catlife

Allgemeine Hinweise zur Katzenvermittlung

Leider müssen die Tierheimmitarbeiter manchmal Interessenten ohne Katze wieder nach Hause schicken, obwohl im Tierheim etliche Katzen warten. Dies ist keine Schikane von ihnen und es hat nichts damit zu tun, dass sie die Leute nicht sympathisch finden. Aber die Tierpfleger sind immer bemüht, dass zukünftige Besitzer und Tier zusammenpassen. Sie kennen die Tiere in der Regel recht gut, d. h. ihre Vorlieben, ihre Ängste und ihre Macken. Fundkatzen werden (bis auf Ausnahmefälle) nur als Freigänger vermittelt, da die Gefahr ansonsten zu groß ist, dass sie als Wohnungskatzen unglücklich werden und wegen Unsauberkeit, Jammerns und Randalierens wieder zurückkommen. Bitte nehmen Sie dem Tierheim das nicht übel, dass man Ihnen u. U. ein Tier nicht gibt, obwohl es scheinbar Liebe auf den ersten Blick ist. Wir möchten gerne, dass beide - Besitzer und Katze - glücklich werden. Falls bei Ihrem Besuch kein passendes Tier da ist, bitte kommen Sie doch an einem anderen Tag wieder vorbei (der Bestand wechselt fast täglich) oder lassen Sie sich im Büro eintragen.

Eine Katze kostet im Tierheim Darmstadt 130 Euro Vermittlungsgebühr (Schutzgebühr). In diesem Betrag enthalten ist die Grundimmunisierung gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche und Tollwut, außerdem eine Blutuntersuchung auf Leukose und die Kastration. Außerdem werden die Katzen gechipt. Sofern dies alles noch nicht vor der Vermittlung durchgeführt werden kann, bekommen die neuen Besitzer mit dem Vertrag Termine mitgeteilt, zu denen sie sich mit dem Tierheim-Tierarzt in Verbindung setzen können. Dann werden diese Arbeiten noch nachträglich durchgeführt, natürlich ohne zusätzliche Kosten für die neuen Besitzer. Dies betrifft vor allem Katzenbabies, die ja erst Monate später kastriert werden können.

Rassekatzen werden nur mit einer höheren Schutzgebühr abgegeben. Und zwar nicht, weil das Tierheim daran verdienen will, sondern aufgrund schlechter Erfahrungen, die in der Vergangenheit gerade bei der Vermittlung solcher Katzen gemacht wurden.

Nur in ganz seltenen Ausnahmefällen werden Tiere auch zu einer verminderten Schutzgebühr abgegeben. Es handelt sich dabei in der Regel um sehr alte Tiere bzw. Tiere, die eine unheilbare Krankheit haben. Die Ermäßigung liegt dann im Ermessen des Tierheims.

Das Tierheim bemüht sich, die Tiere nur gesund abzugeben, d. h. sie werden durch den tierheimeigenen Tierarzt Dr. Zentgraf gecheckt und ggf. behandelt. Was nicht gemachet wird, ist ein Test auf FIP, da dieser Test immer noch nicht ganz sicher ist.
Leider kommt es trotz aller Umsicht ab und zu vor, dass ein Tier direkt nach dem Wechsel in sein neues Zuhause erkrankt. Dies ist oftmals stressbedingt. Ähnlich wie bei uns Menschen: Auch wir holen uns leichter eine Erkältung oder fangen uns einen Virus ein, wenn wir unter Stress stehen. Und Katzen sind außerdem Weltmeister im Verschleiern. Das ist naturbedingt; eine Katze, die in freier Natur Schwäche zeigt, ist eine leichtere Beute. Falls ein vermitteltes Tier direkt nach dem Wechsel ins neue Heim erkrankt, melden Sie sich bitte bei dem Tierheim-Tierarzt Dr. Zentgraf.

Falls im Tierheim festgestellt wird, dass eine Katze kränkelt, werden die Tierpfleger sie in der Regel nicht direkt abgeben. Es ist trotzdem möglich, Sie dann als Interessent vorzumerken. Die Tierpfleger geben Ihnen dann Bescheid, sobald die Katze wieder gesund ist und in das neue Zuhause wechseln kann. In Einzelfällen kann es jedoch besser sein, wenn das Tier trotz Krankheit ins neue Zuhause wechselt. In diesem Fall wird man Ihnen Medikamente und Hinweise mitgeben, die zur Gesundung führen, natürlich ohne zusätzliche Kosten für Sie.

Bei der Vermittlung werden die Personalien des neuen Besitzers erfasst, deshalb bitte den Personalausweis nicht vergessen! Rechtlich gesehen bleibt das Tierheim weiterhin Eigentümer des Tieres. Dies bedeutet, wenn das Tier nicht mehr gehalten werden kann, so muß es in das Tierheim zurückgebracht werden, darf also nicht stillschweigend an andere Personen weitergereicht werden bzw. verkauft werden.

Tiere werden grundsätzlich nicht reserviert. Es besteht aber die Möglichkeit, für ein Tier schon den Vertrag zu machen (und zu bezahlen), es aber erst einige Tage später abzuholen.