Catlife

In memoriam

"In memoriam" ist lateinisch und bedeutet so viel wie "Zur Erinnerung" bzw. "In Gedenken an".

Und so ist diese Seite all den Katzen gewidmet, die unvergessen bleiben, weil sie auch nach ihrem Tod oder Verschwinden eine Spur in unserem Herzen hinterlassen haben. Wenn Sie Ihrer verstorbenen oder verschwundenen Katze ebenfalls hier ein virtuelles Denkmal setzen wollen, schicken Sie mir einfach eine E-Mail, möglichst mit Foto, evtl. Geburts- und Todesdatum, einen Satz, den Sie ihr mit auf den Weg geben wollen und was in Ihrer Erinnerung weiterlebt.

Hier ein Gedicht, das ich persönlich sehr schön und tröstend finde, es heißt "Steh nicht an meinem Grab und weine" und hier finden Sie die Geschichte der Regenbogenbrücke.

Ganz besonders schön finde ich auch das Testament einer Katze und die Geschichte Zwei wie wir.

Und diese sehr schöne und traurige Geschichte von Thorsten Felder ist allen herrenlosen Katzen gewidmet, die leider nicht das Glück hatten, rechtzeitig ein gutes Zuhause zu finden.

 

Nino

*ca. 2011, verschwunden am 04.06.2019


Nino

So langsam muss ich mich wohl damit abfinden, dass du nicht mehr heimkommst. Seit einem Monat bist du spurlos verschwunden. Du hattest nach dem Abendessen noch ein Weilchen auf der Terrasse gelegen, dann habe ich gesehen, wie du aufgestanden bist und Richtung Hecke gelaufen bist.

Nichts Ungewöhnliches. Du warst immer viel unterwegs, ganz besonders in der warmen Jahreszeit. Ob du nachts nicht doch vielleicht noch mal durch die Katzenklappe reingekommen bist, weiß ich nicht. Ich glaube aber nicht.

Zwei Jahre warst du nur bei mir. Ich hatte dich im April 2017 aus dem Tierheim geholt, als Kumpel für Lillifee, die gleichzeitig bei mir eingezogen ist.

Im ersten Jahr gab es ein paar Spannungen zwischen euch beiden, aber nachdem ich dir einen Futterautomaten hingestellt hatte, der deinen Chip lesen konnte und nur für dich aufging, war alles ok. Du hattest wohl nur Angst, dass Lillifee dir das geliebte Trockenfutter vor der Nase wegschnappen könnte. Wenn du jetzt aufs Futter gewartet hast, hast du Lillifee oft das Köpfchen hingehalten, damit sie dir ein paar mal über die Stirn schleckt.

Du warst so gern draußen und leider hast du auch zu gerne Vögel gejagt. Nur im Winter warst du häuslicher und hast öfter bei mir im Bett geschlafen. Immer an den Füßen, und immer quer. :-)

Köpfchen geben war bei dir immer eine sehr stürmische Angelegenheit. Mehr als einmal befürchtete ich dabei, du hättest mir die Nase gebrochen.

Wo du nur abgeblieben bist? Vor fremden Menschen hattest du Angst, du wärst niemals freiwillig mit jemandem mitgegangen. Aber du warst neugierig und es ist nicht auszuschließen, dass du irgendwo unbemerkt reingehuscht bist und versehentlich eingesperrt wurdest oder mit einem Auto mitgefahren bist.

Letzteres ist die einzige Hoffnung, die mir noch bleibt, aber richtig glauben tu ich es nicht. Vermutlich werde ich nie erfahren, was mit dir passiert ist...

Christiane S.

 

 

Tippy

*August 1997 +16.12.2016


Tippy

Meine liebe Tippy,

wer hätte gedacht, dass du noch so lange ein so schönes Leben haben wirst. Stolze 19 !!! Jahre bist du alt geworden! Und außer einer Erkältung, die mit Antibiotikum prima behandelt werden konnte, wurde bei dir nur eine altersbedingte chronische Schilddrüsenüberfunktion festgestellt. Aber auch das war überhaupt kein Handicap. Deine tägliche kleine rosa Tablette hast du geschluckt ohne zu meckern.

Aber wie fing das denn eigentlich alles mit dir an?

Als ich 2005 auf der Suche nach einer Katze ins Tierheim kam, waren nur Freigänger zur Vermittlung da. Ich hockte im Katzenhaus vor der Futterschüssel und du kamst mit deinen kleinen weißen Pfoten ganz zutraulich zum Fressen an die Schüssel. Ich war sofort verliebt und wollte dich unbedingt haben, aber man warnte mich: Tippy ist zwar eine reine Hauskatze, aber sie wurde schon zweimal wegen Unsauberkeit wieder ins Tierheim zurück gebracht. Aber ich konnte und wollte das nicht so einfach hinnehmen und nahm die "Herausforderung" an, kaufte alle erforderlichen Utensilien für ein schönes Katzenleben und kam einen Tag später wieder ins Tierheim und nahm dich mit. Das Einfangen war sehr schwierig, denn du warst sehr verängstigt und es war schwer zu ertragen, wie sehr du dich gewehrt hast.

Aber erst einmal in deinem neuen Zuhause hast du langsam gemerkt, dass ich es gut mit dir meine und wurdest immer zutraulicher und verschmuster. Allerdings ausschließlich zu mir. Auch meine Katzensitterin musste ganze 8 !!! Jahre warten, bis sie dich streicheln durfte. Aber dann war auch hier die Furcht überwunden und du hast dich ausgiebig streicheln und mit der Bürste verwöhnen lassen.

Erst in deinen letzten Monaten wurdest du "rückfällig" und hast öfter mal auf die Couch gepinkelt, aber das hab ich dir nie übel genommen. Ich wusste ja, dass du nun schon eine sehr alte Dame warst.

Letztlich musst ich dich gehen lassen, weil du wirklich nicht mehr konntest und wolltest. Es war der richtige Zeitpunkt, dich ganz entspannt in meinen Armen einschlafen zu lassen.

Schweren Herzens habe ich erst mal deine ganzen Sachen weggeräumt und wollte erstmal keine Katze mehr. Zu groß war der Abschiedsschmerz und einen "Ersatz" konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen. Aber, nach ein paar Tagen habe ich es vermisst, von einem kleinen haarigen Wesen begrüßt zu werden, wenn ich nach Hause kam.

Ich habe mal im Internet geguckt und habe schon nach ein paar Tagen einen tollen Kater (8 Jahre alt) gefunden, den auch niemand haben wollte. Nun sitzt er auf "deinem" Aussichtsplatz am Fenster und guckt spazieren und ich denke, wie schön es doch ist, wieder einer kleinen alten Seele ein neues Zuhause gegeben zu haben. Man bekommt so viel als Mensch zurück!

Danke, Tippy, für dein Vertrauen und die schöne Zeit! Du bist immer in meinem Herzen!

Jutta F.

 

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